Schließung der Galeria Kaufhof gefährdet Arbeitsplätze und die weitere Entwicklung der Innenstadt

Schließung der Galeria Kaufhof gefährdet Arbeitsplätze und die weitere Entwicklung der Innenstadt

„Die Nachricht von der bevorstehenden Schließung des Galeria Kaufhof im Elsterforum hat mich überrascht“, bedauert Kerstin Pudig, Fraktionsvorsitzende der Liberalen Allianz, die bevorstehende Schließung der Geraer Kaufhoffiliale im September 2018. Vor allem dem drohenden Verlust von über fünfzig Arbeitsplätzen gilt es vorzubeugen. „53 Arbeitsplätze, das sind 53 Frauen und Männer mit ihren 53 Familien. Neben der Firmenleitung der Galeria sehe ich die Agentur für Arbeit in der Verantwortung, den Beschäftigen frühzeitig Alternativen und Weiterbildungsmöglichkeiten aufzuzeigen, um eine Arbeitslosigkeit der Angestellten unbedingt zu verhindern.“

Der Verlust von einem der wenigen Anziehungspunkte der Geraer Innenstadt kann bedeutsame Folgen für die gesamte Entwicklung des Stadtzentrums haben. „Ich erwarte, dass die Stadtverwaltung und der Fachdienst Wirtschaftsförderung gemeinsam handeln und in Absprache mit dem Centermanagement des Elster-Forums dazu beitragen, attraktive Lösungen und kundenfreundliche Angebote für die Zeit nach Galeria Kaufhof zu suchen und finden.“ Im Januar dieses Jahres wurde im Stadtrat das Einzelhandels- und Zentrenkonzept beschlossen. Mit diesem soll Gera nicht nur als Oberzentrum gestärkt, sondern auch die Innenstadt als Einkaufsmagnet etabliert werden. „Durch die angekündigte Entscheidung sehe ich die Verwirklichung des Einzelhandelskonzeptes gefährdet. Mit dem Ausscheiden von Kaufhof verliert die Innenstadt nicht nur ein attraktives und vielfältiges Warenangebot, auch kleinere Geschäfte und Händler in der Sorge und der Johannisstraße könnten unter den Folgen der ausbleibenden Laufkundschaft leiden. Hier müssen dringend Lösungen gefunden werden, einem weiteren Geschäftssterben zuvorzukommen.“

Pudig regt an, die Schließung dennoch mit Augenmaß und Weitsicht zu betrachten. „Die Schließung des Standortes wird keine leichtfertige Entscheidung für die verantwortlichen Manager von Galeria Kaufhof gewesen sein. Die Aufgabe einer Filiale ist nicht nur eine tiefgreifende unternehmerische Entscheidung, sondern auch immer mit sozialen Härten verbunden. Die frühzeitige Bekanntgabe der Filialschließung gibt jedoch nicht nur den Beschäftigten einen zeitlichen Vorlauf, auch städtische Akteure sollten die Zeit nutzen, neue Planungen und Konzepte für die Zeit nach Kaufhof zu entwerfen. Es wäre nur schwer nachvollziehbar, die Neue Mitte mit großem Aufwand zu entwickeln und gleichzeitig eine bestehende Gewerbeimmobilie in bester Lage und unmittelbarer Nähe dem Leerstand Preis zu geben.“