Markus Meisner sieht Imageschaden für Gera – Liberale Allianz fordert Konsequenzen für Fehler beim Stadion

Nach mehrmaligen Bauverzögerungen war für die vergangene Woche die Wiedereröffnung des Stadions am Steg, die Heimspielstätte der BSG Wismut Gera, mit einem Spiel in der Oberliga Süd geplant. Wie von Seiten des Vereins mitgeteilt wurde, kam es nach einer Vorbegehung durch den Nordostdeutschen Fußballverband nicht zur Einweihung des Stadions. Auf Grund fehlender Sicherheitseinrichtungen verweigerte der Fußballverband die Abnahme und somit die Erteilung der Spielgenehmigung für Fußballspiele im Stadion am Steg. Die Partie wurde abgesagt und die Austragung zukünftiger Spiele untersagt.

„Bereits mehrmals wurde die Eröffnung des Stadions verschoben und dann gibt es, Wochen nach dem eigentlichen Eröffnungstermin, keine Spielgenehmigung, weil Sicherheitsbestimmungen nicht beachtet oder nicht eingehalten wurden? Man könnte dies für einen Treppenwitz halten, wenn es nicht trauriger Ernst wäre“, zeigt sich Stadtrat Markus Meisner, Mitglied der Liberalen Allianz sowie des Rechnungs- und Vergabeausschusses erstaunt. „Hinweise des Vereins auf die bestehenden Mängel wurden scheinbar nicht ernst genommen oder ignoriert. Mich ärgert es, wenn Vereinsverantwortliche oder Sportler mit ihrem Wissen und Erfahrungen Fehler bei entscheidenden Bauprozessen anzeigen und darauf offenbar nicht reagiert wird.  Wäre dies geschehen, wäre Schaden für den Verein und die Stadt vermieden worden“, ist Meisner überzeugt.

Mit einer Anfrage an die Stadtverwaltung fordert die Liberale Allianz Aufklärung über die Sachverhalte und fragt nach juristischen Konsequenzen für den Verursacher. „Nicht nur, dass dem Verein BSG Wismut wichtige Einnahmen verloren gehen. Wieder einmal leidet das Image der Sportstadt Gera. Wir haben schon ein Stadion mit einer gesperrten Haupttribüne und nun eine weitere komplett gesperrte Arena. Für Gera ist dies, auch über die Grenzen Thüringens hinaus, wahrlich kein Ruhmesblatt“, zeigt sich Meisner um das Ansehen der Stadt auch im Hinblick auf mögliche zukünftige Sportveranstaltungen besorgt. „Meine Fraktion und ich werden auf eine umfassende Klärung der Vorgänge drängen. Dieser Vorgang kann nicht ohne Konsequenzen für die handelnden Akteure abgeschlossen werden.“