Das Werbelaufband wird wieder vom Theater Gera entfernt

„Umstritten ist das Werbe-Laufband, seit dem es am Theater angebracht wurde. Bereits im Mai vorigen Jahres wurde heftig darüber diskutiert, die Lager der Befürworter und der Gegner waren in etwa gleich groß“, so die Aussage des kaufmännischen Geschäftsführers Theater & Philharmonie Thüringen in dem Artikel der OTZ.

„Wir wollen das „Lager der Befürworter“ stärken“, meint Kerstin Pudig, Fraktionsvorsitzende der Liberalen Allianz, „denn die Argumente des Theaters sind nachvollziehbar und wer oder wo die Gegner sind, ist uns nicht bekannt.“

Das sanierte Jugendstiltheater ist die größte öffentliche Kulturstätte der Stadt und mit einem beträchtlichen Betrag vom Land Thüringen, der Städte Gera und Altenburg gefördert. Das herausragende Baudenkmal mit überregionaler Bedeutung ist aber das einzige Fünf-Sparten-Theater in Thüringen. Mit der elektronischen Anzeigetafel wird man beiden Ansprüchen gerecht.
„Das Laufband fügt sich in Länge und Höhe auf der glatten Putzfläche zwischen dem Eingangsportal und Balkonbrüstung ein, zudem ist die zeit-gemäße Ästhetik mit Licht und zurückhaltender Farbigkeit geeignet, um für eine moderne Spielstätte zu werben“, argumentiert Astrid Regel.

„Warum unterstützt man nicht die Attraktivität des Theaters und damit die Steigerung der Besucherzahlen durch diese Werbefläche, wenn mehr Informationen untergebracht werden können und wenn das elektronische Medium ermöglicht, für Nachmittags- und Abendvorstellungen gleichzeitig zu werben? Warum soll nicht schnell auf Veränderungen oder den Ausfall einer Vorstellung reagiert werden?“, fragt Regel weiter.

Das flatternde, bedruckte Werbebanner ist nicht nur unflexibel für die Theaterarbeit und zur Besucherinformation, es stört insbesondere durch seine Größe, Farbigkeit und Materialität das historische Fassadenbild und verdeckt architektonische Elemente des Balkons über dem Haupteingang.

„Wir wollen nicht nur für eine zeitgemäße Außenwirkung des Theaters werben“, so Pudig, „wir wollen auch zusätzliche finanzielle Aufwendungen für die Demontage und das Werbebanner verhindern, damit die Steuergelder der eigentlichen Theaterarbeit zur Verfügung stehen können.“