Anbindung Geras und Ostthüringens an das Mitteldeutsche S-Bahn-Netz

Anbindung Geras und Ostthüringens an das Mitteldeutsche S-Bahn-Netz

Kerstin Pudig, Fraktionsvorsitzende der Liberalen Allianz im Stadtrat Gera, greift die Diskussion des Landrates des Burgenlandkreises, der eine Anbindung seines Landkreises an das mitteldeutsche S-Bahnnetz fordert (MDR Info berichtete), auf und entwickelt diese Idee weiter. „Warum sollte eine S-Bahn-Verbindung von Leipzig im Burgenlandkreis in Zeitz enden? Auf der halben Strecke von Leipzig nach Gera. Wenn der Landrat und Vertreter des Städte- und Gemeindebundes eine bessere wirtschaftliche Entwicklung des südlichen Sachsen-Anhaltes als Argumente anführen, gelten diese Argumente ebenso für die Stadt Gera und Ostthüringen. Zumal  Gera und der Burgenlandkreis eine gemeinsam Grenze haben und die Stadt Gera Teil der Metropolregion Mitteldeutschland ist.“

Bisher erstreckt sich das Mitteldeutsche S-Bahn-Netz hauptsächlich über den Raum Leipzig-Halle mit Verbindungen bis Dessau im Norden, Riesa im Osten und Zwickau im Süden des Tarifgebietes. „Die Anbindung der Stadt Gera als Oberzentrum im Osten des Freistaates Thüringen an das Mitteldeutsche S-Bahnnetz könnte langfristig zu einem Aufschwung der ganzen Region südliches Sachsen-Anhalt und Ostthüringen führen“, erklärt Pudig. „Der Anschluss Geras an das bestehende Netz ist eine zukunfts-weisende Chance. Die Landesregierung in Erfurt sollte in Gespräche mit den Nachbarländern einsteigen und eine gemeinsame Planung über die Erweiterung des S-Bahn-Netzes mit einer Anbindung Geras an das Mitteldeutsche S-Bahnnetz forcieren. Ein wirtschaftlicher Aufschwung und eine Stärkung der Region Ostthüringens sind allemal hilfreicher als eine halbseidene Gebietsreform deren Nutzen und Kosten unvorhersehbar sind“, bekräftigt Pudig ihre Idee und fordert die Verantwortlichen in Erfurt zu zügigem Handeln auf.